Nicht umkrempeln, aber anpacken – lebe deinen Traum!

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Sex sells, dreams no less! Die Gesetze der Medienwelt gelten universell. Mit nackter Haut auf der Titelseite wird oft und leicht Auflage gemacht. Um nicht zu schnell als „unseriös“ abgestempelt zu werden, wird hin und wieder mit verheissungsvollen Träumen gearbeitet, die sich kaum schlechter verkaufen. So hält es auch der Stern in dieser Woche: Ich lebe meinen Traum, erklärt sichtbar zufrieden das Ex-Model Jörg Steinmann vom Cover der Hamburger Illustrierten. Ein an sich spannender Titel für ein spannendes Thema als Lockstoff für hungrige Leser in nachrichtenarmer Zeit? Die Unterzeile des Beitrags schien alle Befürchtungen zu bestätigen: »Wie auch Sie Ihr Leben umkrempeln – und endlich zu sich selbst finden.« Oh weia!

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Big Five gegen den Wind

Sheryl Sandberg hat ein Buch geschrieben über Frauen und Führungspositionen. Sie ist gegen eine Quotierung. Tatsächlich gibt es andere Wege. Einer davon heisst Big Five for Life
Sheryl Sandberg hat ein Buch geschrieben über Frauen und Führungspositionen. Sie ist gegen ein Quotierung. Tatsächlich gibt es andere Wege. Einer davon heisst Big Five for Life
Sheryl Sandberg ist eine Frau. Sie ist eine Frau in Führungspositionen (Google, Facebook) und sie möchte nicht alleine bleiben. Daher hat sie ein Buch geschrieben, dass in diesen Tagen auf deutsch erschienen ist, und in dem sie Frauen dazu aufruft, sich stärker einzumischen. Lean In: Women, Work, and the Will to Lead lautet entsprechend der programmatische Titel Ihres Buches: Hängt euch rein, stemmt euch dagegen! Gemeint ist, so schreibt Sandberg, dass es in der heutigen Gesellschaft starke Tendenzen, strukturelle Hindernisse und offenen oder verdeckten Sexismus gibt, die den Anteil von Frauen in Führungspositionen überproportional stark begrenzen, gemessen am hohen Anteil hochqualifizierter Absolventinnen und nichtakademischer Berufseinsteigerinnen. Auch Frauen selbst, so Sandberg, tragen durch ihre Haltung in bestimmten Situationen dazu bei, dass nicht sie, sondern männliche Kollegen die Führungsposition besetzen und Frauen unterrepräsentiert bleiben. Diesen Trend kann man bedauern, oder ihn wie Sandberg als quasi natürlichen Gegenwind betrachten, gegen den Frau sich stemmen muss und kann, um ihre Position zu behaupten. Weiterlesen →

Wasser ist Leben

Strandpaten gesucht: Udo und Steffi Schröter haben eine Bewegung ins Leben gerufen, die Strände dieser Welt vom Müll befreien soll. Macht mit!
Strandpaten gesucht: Udo und Steffi Schröter haben eine Bewegung ins Leben gerufen, die Strände dieser Welt vom Müll befreien soll. Macht mit!
Bloggen ist eine persönliche Sache. Auch dieses Blog, was sich dem Thema Persönlichkeitsentwicklung verschrieben hat, ist letztlich eine stark persönlich gefärbte und getriebene Angelegenheit. Warum auch nicht? Ich schreibe über Themen, die mir am Herzen liegen. »Es gibt nichts gutes, außer man tut es«, sagte schon Erich Kästner. Dieser Satz ist gewissermaßen ein Leitmotiv des Big Five for Life-Konzeptes. Nicht selten entwickeln sich aus sehr persönlichen Anliegen große Dinge. Das Anliegen von Udo und Steffi Schröter ist etwas, von dem ich sicher bin, dass es sich zu etwas ganz Großem entwickeln wird. Udo und Steffi haben die Initiative »Beach Guardians – Strandpaten« ins Leben gerufen.
Die Idee:
Stränden weltweit ihre ursprüngliche Schönheit zurückgeben. Sie wendet sich an alle Menschen, die das Meer lieben, und denen Plastikmüll und Abfall am Strand im Herzen weh tun.
Ein ist dies ein sehr persönliches Anliegen, über das Udo bereits in seinem Buch »Bin am Meer« geschrieben hatte:

»Alle drei, vier Meter lag am Strand ein Stück angespültes zivilisatorisches Treibgut: vier Milchtüten, eine Zahnbürste,neun PET-Flaschen, zwei Einkaufstüten, eine Badesandale, die Reste eines Luftballons, ein Spielzeugauto, zwei Sicherheitssiegel aus Plastik, eine Glühbirne, ein Basecap mit den eingestickten Worten Big Seatrout Hunter, vier Zigarettenkippen, eine Cola-Dose, zwei Plastikhandschuhe, die Reste eines Fischernetzes, ein Laufschuh von Nike und zwei Fischkisten aus Plastik. (…) Das war die Ausbeute auf den nächsten 500 Metern Küstenstrecke.«

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