Motorhome – a snail‘s journey

Gartenarbeit ist eine gesunde Aktivität, weil sie nicht nur an der frischen Luft erfolgt, sondern eine Beziehung zu „Mutter Erde“ herstellt.

Bei meiner Beschäftigung im Garten kam mir eine winzige Schnecke in die Finger. Nach kurzer Zeit des Abtastens mit ihren Fühlern schien das Tier ein Grundvertrauen zu ihrer Umgebung und zu mir zu entwickeln. Sie machte sich auf die Reise, wahrscheinlich auf der Suche nach ihrer gewohnten Umgebung: schattige, aber feucht-warme Bedingungen liebt die Schnecke.

Nach der kurzen Aufnahme habe ich sie auf ein schattiges Blatt gesetzt. Es schien mir, als sei das ganz nach ihrem Geschmack…

Mein Revier!

Eine Begnung mit der Natur heute früh habe ich als Video festgehalten und möchte sie an dieser Stelle teilen. Auf meiner täglichen Runde mit dem Hund (auf befestigten Wegen, Hund angeleint) schallten uns Rufe entgegen, die wir nicht oft hören. Es waren, wie sich später durch fachkundigen Hinweis einer guten Freundin herausstellte, Warnlaute. Ein Rehbock stieß sie aus. Ich hielt sie in erster Ergriffenheit für Brunftlaute, was sie nicht sind.

Das Tier warnt seine Umgebung und Artgenossen auf diese Weise vor (möglicher) Gefahr. Es stand lange, beobachtete mich und zog damit Aufmerksamkeit auf sich. Gut möglich, dass andere Tiere diese nutzen sollten, um still zu flüchten.

Dass mir dieses natürliche Verhalten kaum noch begegnet (und dann auch zuerst mißvestanden wird), ist Ausdruck der Entfremdung, die sich in unserer Zeit zwischen Mensch und Natur vollzieht. Dass es mir begegnet, ist gleichwohl ein Anlass zur Freude und zu demütigem Innehalten.

Wir sind nicht alleine auf dieser Welt. Und ohne Achtsamkeit und Rücksichtnahme wird es auch nicht mehr die Welt sein, ohne die wir nicht leben können.

Es ist vollbracht

Dies ist der erste Beitrag in diesem Blog*. Es ist vollbracht! Und es ist ein Beitrag zu einer spannenden Diskussion auf dem befreundeten Blog ohfamoos. Dort hat Cornelia Lütge heute früh dazu aufgerufen, die eigenen Erfolge zu feiern.

Was ich dazu auf der Ohfamoos-Facebook-Seite kommentiert habe, ist der Auslöser für eine längst überfällige Entscheidung: meine drei bisher eigenständigen Blogs an einer Stelle zusammen zu fassen. Dieser Ort ist nun gefunden: hier!

Insofern, liebe Cornelia Lütge, hau‘ ich hier raus, was ich geschafft habe: ich habe, dank deiner freundlichen Ermunterung, das Traumdoc Blog aufgesetzt. Es ist perfekt!

Für alle, die sich über soviel Vollmundigkeit wundern, hier, als Verständnishilfe und nur ganz leicht redigiert, der eigentliche Text für ohfamoos:

Es ist nicht nur TOLL, was du machst, sondern PERFEKT!

Huch, das P-Wort! 😱

Ganz ernst: Hinter der Furcht vor Selbstlob steckt ja oft die menschliche Sorge, nicht (den Ansprüchen) zu genügen. Und das wiederum geht auf die Be-Wertung zurück, die wir erfahren, die uns prägt. Von Kindesbeinen an oftmals. Die uns verleitet, unseren Selbstwert zu messen, indem wir uns (mit anderen) vergleichen. Obwohl es sinnlos und fatal ist. Sinnlos, weil niemand in meinen Schuhen steckt, außer mir selbst. Und fatal, weil es das Selbst-Bewusstsein verändert. Und nicht zum Guten. Wenn ich mich schlechter fühle, verändert es mein Selbst-Bewusstsein, und wenn ich mich besser fühle auch. In beiden Fällen ungut.

Messe dich an dem, was du zu leisten im Stande bist! Sei ehrlich zu dir – und gerecht! Erwarte nicht zuviel, aber verschleudere auch dein Talent nicht! Gib dein Bestes! Und wisse, dass das täglich etwas anderes bedeutet! Was heute gelingt, weil du gesund, ausgeschlafen und konzentriert bist, kann morgen „zu wenig“ sein. Doch Stress oder Belastung aus anderer Rolle (wir sind alle täglich in zahlreichen Rollen auf der Bühne unseres Lebens) können der Grund sein, weshalb ein anderes Ergebnis herauskommt. Weshalb jemand anderes die gleiche Aufgabe „besser“ erledigt.

Genau darum aber geht es: den eigenen Maßstab (und das sind die eigenen Werte und Prinzipien) im Blick zu haben. Wenn ich diesbezüglich mein Bestes gegeben habe, dann war es ohfamoos! Dann war es perfekt.

Doch, das war es!

perficere = lat., vollbringen, zustande bringen

*Es ist nicht mein erster Blogbeitrag, wie ihr seht, wenn ihr die Seite Über mich lest.

Es ist vollbracht