Das kümmert keinen Großen Geist

»Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.« Tacitus
Tacitus wusste: Kritik ärgert nur den, auf den sie zutrifft. Ähnlich wie Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach: das kümmert keinen Großen Geist. Macht euer Ding und lasst die Kritiker kritisieren. Wenn sie recht haben, dürfen wir uns freuen, weil sie uns helfen, besser zu werden. Wenn sie unrecht haben, brauchen wir uns über sie nicht zu ärgern, denn wir liegen richtig. So oder so, alles ist gut!

Die Stimme des Unbewussten

Ozean der Erfahrungen
»Unserer Intuition zu vertrauen bedeutet, aus einem riesigen Ozean von Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühlen zu schöpfen. Wer sich ausschließlich von seinem Verstand leiten lässt, hat dagegen gerade einmal einen Feuerlöschteich zur Verfügung.«
Udo Schroeter, 'Bin am Meer'
Was als Intuition bezeichnet wird, ist die Kommunikation des limbischen Systems unseres Gehirns mit dem menschlichen Bewusstsein. Das Unbewusste empfängt und verarbeitet Informationen in erheblich größerer Dichte und in viel größerer Geschwindigkeit als der bewusste Verstand. Dies wird wunderbar verdeutlich in dem Bild vom Ozean und dem Feuerlöschteich, welches Udo Schroeter in seinem Buch ‚Bin am Meer‘ verwendet. Dass mich dieses Thema fasziniert, wissen meine Leser nicht erst seit meiner Rezension des Buches von Maja Storch, ‚Die Kraft aus dem Selbst‘
Intuition ist der Teil dieser Ergebnisse, die wir bewusst spüren, ohne sie exakt verstehen zu können. Bereits vor der Intuition signalisieren somatische Marker (Herzschlagfrequenz, Schweiß, Atmung u.a.) dass das Unbewusste Informationen verarbeitet hat, ohne dass wir auch nur „eine Ahnung“ gehabt hätten. In dem Moment, wo dies geschieht, wo sich unser „Bauchgefühl“ bemerkbar macht, spüren wir unsere Intuition. Sagt sie uns etwas anderes als unser bewusste Verstand, ist Vorsicht geboten! Es empfiehlt sich nicht, die Intuition dauerhaft oder länger zu ignorieren. Meistens liegt sie richtig!

Schimpfe nicht über die Dunkelheit

»Schimpfe nicht über die Dunkelheit - entzünde eine Kerze!«
Dieses alte chinesische Sprichwort hat es in sich. Es erinnert uns daran, dass wir die Wahl haben: ist das Glas halb voll, oder ist es halb leer. Mehr noch: wir tragen Mit-Verantwortung für die Welt, in der wir leben. Richten wir den Fokus auf das Negative, ist es das, wohin die Energie fliesst. Wirken wir jedoch selbst positiv, auch wenn es „nur“ ein scheinbar kleiner Beitrag sein sollte, stärken wir das, was positiv ist. Wir sind damit, was Gandhi den Unterschied nannte, den wir in der Welt sehen wollen.
Das Sprichwort ist oft, manchmal leicht abgewandelt, öffentlich hervorgehoben worden. John F. Kennedy sprach 1960 in seiner Ansprache nach der Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten von der Aufgabe, Kerzen zu entzünden, anstatt über das Dunkle zu lamentieren.
20120829-001505.jpgUnd der Gründer von Amnesty International, Peter Benenson, hat ebenfalls schon 1961 darauf Bezug genommen. Bis heute ziert das von der britischen Künstlerin Diana Redhouse entworfene Logo von ai eine Kerze umhüllt von Stacheldraht.