Mein Revier!

Eine Begnung mit der Natur heute früh habe ich als Video festgehalten und möchte sie an dieser Stelle teilen. Auf meiner täglichen Runde mit dem Hund (auf befestigten Wegen, Hund angeleint) schallten uns Rufe entgegen, die wir nicht oft hören. Es waren, wie sich später durch fachkundigen Hinweis einer guten Freundin herausstellte, Warnlaute. Ein Rehbock stieß sie aus. Ich hielt sie in erster Ergriffenheit für Brunftlaute, was sie nicht sind.

Das Tier warnt seine Umgebung und Artgenossen auf diese Weise vor (möglicher) Gefahr. Es stand lange, beobachtete mich und zog damit Aufmerksamkeit auf sich. Gut möglich, dass andere Tiere diese nutzen sollten, um still zu flüchten.

Dass mir dieses natürliche Verhalten kaum noch begegnet (und dann auch zuerst mißvestanden wird), ist Ausdruck der Entfremdung, die sich in unserer Zeit zwischen Mensch und Natur vollzieht. Dass es mir begegnet, ist gleichwohl ein Anlass zur Freude und zu demütigem Innehalten.

Wir sind nicht alleine auf dieser Welt. Und ohne Achtsamkeit und Rücksichtnahme wird es auch nicht mehr die Welt sein, ohne die wir nicht leben können.

Sei achtsam!

In regelmässigen Abständen lese ich nach, was ich mir notiert habe. So habe ich gestern die Tage eines Seminars am Wörthersee aus meinen Notizen rekonstruiert. Es ist erstaunlich, wie schnell aus Linien auf dem Papier wieder konkrete Situationen, Bilder im Kopf, beinahe in Fleisch und Blut wiedererstehen. Habt ihr das bereits eimal probiert? Ich stand wieder auf der Terrasse am Hotel, es duftete Kaffee in knallig roten Meinl-Tassen und selbst die angeregten Gespräche klangen in meinem Ohr. Ich weilte gestern – und auch jetzt wieder – an Ort und Stelle! Herrlich!

Wie ergeht es euch auf eurer Safari des Lebens? Was macht eure Reise?

Darf ich vermuten, dass es Ups and Downs gegeben hat, immer noch gibt. Mal geht es weiter, mal nicht so sehr. Ist es so? So ist das Leben! Weiterlesen „Sei achtsam!“