Schimpfe nicht über die Dunkelheit

»Schimpfe nicht über die Dunkelheit - entzünde eine Kerze!«
Dieses alte chinesische Sprichwort hat es in sich. Es erinnert uns daran, dass wir die Wahl haben: ist das Glas halb voll, oder ist es halb leer. Mehr noch: wir tragen Mit-Verantwortung für die Welt, in der wir leben. Richten wir den Fokus auf das Negative, ist es das, wohin die Energie fliesst. Wirken wir jedoch selbst positiv, auch wenn es „nur“ ein scheinbar kleiner Beitrag sein sollte, stärken wir das, was positiv ist. Wir sind damit, was Gandhi den Unterschied nannte, den wir in der Welt sehen wollen.
Das Sprichwort ist oft, manchmal leicht abgewandelt, öffentlich hervorgehoben worden. John F. Kennedy sprach 1960 in seiner Ansprache nach der Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten von der Aufgabe, Kerzen zu entzünden, anstatt über das Dunkle zu lamentieren.
20120829-001505.jpgUnd der Gründer von Amnesty International, Peter Benenson, hat ebenfalls schon 1961 darauf Bezug genommen. Bis heute ziert das von der britischen Künstlerin Diana Redhouse entworfene Logo von ai eine Kerze umhüllt von Stacheldraht.

Harry Potter und die Big Five for Life

»Anders als jedes andere Wesen auf dieser Welt können Menschen lernen und verstehen, ohne es selbst erlebt haben zu müssen. Wir können uns in die Lage von anderen hineindenken.« Selten habe ich mehr Einstiege in einen Artikel gehabt als heute. Ich hätte über das Scheitern schreiben können, was nicht nur zum Leben, sondern auch zu den Big Five for Life dazu gehört. Ich hätte über die Rehabilitation von Harry Potter schreiben können. Oder über die Gefahr von übersteigertem Realismus und Denkverboten nicht nur für das eigene Leben (es wird dadurch nicht bunter), sondern auch für das Leben anderer (dazu später mehr). Statt dessen habe ich dieses Zitat für den Einstieg gewählt.

Unlike any other creature on this planet, humans can learn and understand, without having experienced. They can think themselves into other people’s places.

Es stammt von Joanne K. Rowling. Und es bildet nicht nur die Klammer zwischen den diversen Einstiegsmöglichkeiten, weil es aus der Rede stammt, die J.K. Rowling vor den Graduierten des Harvard Jahrgangs 2008 zum Nutzen aus Misserfolgen und zur Bedeutung der Vorstellungskraft gehalten hat. Es ist zudem ein Satz, der auch von John Strelecky hätte sein können und der wie kaum ein zweiter beschreibt, wie der Wissenstransfer von einem WER zu einem Big Five for Life Abenteurer vonstatten geht. Weiterlesen „Harry Potter und die Big Five for Life“