Es ist vollbracht

Dies ist der erste Beitrag in diesem Blog*. Es ist vollbracht! Und es ist ein Beitrag zu einer spannenden Diskussion auf dem befreundeten Blog ohfamoos. Dort hat Cornelia Lütge heute früh dazu aufgerufen, die eigenen Erfolge zu feiern.

Was ich dazu auf der Ohfamoos-Facebook-Seite kommentiert habe, ist der Auslöser für eine längst überfällige Entscheidung: meine drei bisher eigenständigen Blogs an einer Stelle zusammen zu fassen. Dieser Ort ist nun gefunden: hier!

Insofern, liebe Cornelia Lütge, hau‘ ich hier raus, was ich geschafft habe: ich habe, dank deiner freundlichen Ermunterung, das Traumdoc Blog aufgesetzt. Es ist perfekt!

Für alle, die sich über soviel Vollmundigkeit wundern, hier, als Verständnishilfe und nur ganz leicht redigiert, der eigentliche Text für ohfamoos:

Es ist nicht nur TOLL, was du machst, sondern PERFEKT!

Huch, das P-Wort! 😱

Ganz ernst: Hinter der Furcht vor Selbstlob steckt ja oft die menschliche Sorge, nicht (den Ansprüchen) zu genügen. Und das wiederum geht auf die Be-Wertung zurück, die wir erfahren, die uns prägt. Von Kindesbeinen an oftmals. Die uns verleitet, unseren Selbstwert zu messen, indem wir uns (mit anderen) vergleichen. Obwohl es sinnlos und fatal ist. Sinnlos, weil niemand in meinen Schuhen steckt, außer mir selbst. Und fatal, weil es das Selbst-Bewusstsein verändert. Und nicht zum Guten. Wenn ich mich schlechter fühle, verändert es mein Selbst-Bewusstsein, und wenn ich mich besser fühle auch. In beiden Fällen ungut.

Messe dich an dem, was du zu leisten im Stande bist! Sei ehrlich zu dir – und gerecht! Erwarte nicht zuviel, aber verschleudere auch dein Talent nicht! Gib dein Bestes! Und wisse, dass das täglich etwas anderes bedeutet! Was heute gelingt, weil du gesund, ausgeschlafen und konzentriert bist, kann morgen „zu wenig“ sein. Doch Stress oder Belastung aus anderer Rolle (wir sind alle täglich in zahlreichen Rollen auf der Bühne unseres Lebens) können der Grund sein, weshalb ein anderes Ergebnis herauskommt. Weshalb jemand anderes die gleiche Aufgabe „besser“ erledigt.

Genau darum aber geht es: den eigenen Maßstab (und das sind die eigenen Werte und Prinzipien) im Blick zu haben. Wenn ich diesbezüglich mein Bestes gegeben habe, dann war es ohfamoos! Dann war es perfekt.

Doch, das war es!

perficere = lat., vollbringen, zustande bringen

*Es ist nicht mein erster Blogbeitrag, wie ihr seht, wenn ihr die Seite Über mich lest.

Es ist vollbracht

Diktatur der Gutmenschen

»Gutmenschen haben kein Interesse daran, dass Menschen stark und unabhängig werden. Denn das bedeutet Machtverlust!« Als ich diesen Satz von Boris Grundl hörte, war mir klar, dass ich sein neuestes Buch lesen musste. Wahrscheinlich hätte ich es ohnehin gelesen, weil ich bis dato noch jedes Mal von seinen Themen und Inhalten positiv überrascht worden bin. Herr Grundl ist eine Persönlichkeit, die ihre Wirkung – auch darum geht es übrigens im Buch – auf andere aus eigener Leistung und absoluter Unabhängigkeit und Flexibilität heraus erzielt. Und aus angemessener Bescheidenheit. Niemals nimmt Boris Grundl für sich in Anspruch, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Immer macht er unmissverständlich klar, dass er über seine eigenen Erfahrungen und seine Wahrnehmemung spricht. Das gefällt mir, denn es lässt dem Zuhörer oder Leser die Freiheit, sich eine eigene Meinung zu den Inhalten zu bilden, ohne unter einen Anpassungsdruck zu geraten. Wie auf einem Büffet, bietet Grundl seine Einsichten an und lädt die Zuhörer und Leser ein, den Inhalt auf sich selbst wirken zu lassen. Freilich bedeutet es nicht, dass Grundl zu einem beliebigen „Nimm, was dir schmeckt und wirf alles in einen Topf. Es wird gut werden“ rät. Systematisches und ehrliches Befassen mit den Inhalten, getragen von dem Ziel, den Absender verstehen zu wollen, ist das, was Grundl empfiehlt. Auch das gefällt mir, denn nur so lassen sich Voreingenommenheit und Beliebigkeit am besten ausschliessen.
Diktatur der Gutmenschen ist erschienen im ECON-Verlag, Berlin, und kostet 19,95 €
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