Das erfolgreiche Unternehmen

Seit einem Jahr existiert dieses Blog. Und die dazu gehörige XING-Gruppe. Über 90.000 Besuche hat das Blog seitdem gezählt, was mich enorm beeindruckt. Ich danke für diesen Interesse und für das Vertrauen, was mir damit zuteil wird! Von den Zuschriften und Kommentaren befassen sich die meisten mit der Anwendung der Big Five for Life – Konzeption auf die persönliche Situation.
Allerdings ist das von John P. Strelecky entwickelte Konzept nicht als gewöhnlicher „Lebensführung„-Ratgeber misszuverstehen. Es ist viel mehr als das. Es geht um Führung im umfassenden Sinne. Nicht zuletzt auch in der Wirtschaft.
Leaderhip’s Greatest Secret lautet nicht zufällig der Original-Untertitel des dritten und jüngsten Buches The Big Five for Life. Führung ist demnach nur ganzheitlich zu verstehen: innere Führung der eigenen Person (wie führe ich mich selbst), passive Führungsfähigkeit (wie lasse ich mich führen) und aktive Führungskompetenz (wie führe ich andere) sind unterschiedliche Seiten der selben Medaille, die insbesondere Boris Grundl in Deutschland immer wieder sehr treffend beschreibt und behandelt.
Gemeinsam mit einigen Kollegen entwickele ich aktuell zwei unterschiedliche Angebote für Unterehmen und Unternehmer, die dem Beispiel von Thomas Derale nachfolgen wollen. Und zwar nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern auch aus legitimen unternehmerischen Interessen heraus, ihren betriebswirtschaftlichen Erfolg zu verbessern. Wie das geht? Das ist Teil des Seminarangebots. Aber Thomas Derale hat das Erfolgsrezept bereits benannt:

Man kann ein Unternehmen auf zwei verschiedenen Wegen von der Gründung zum Erfolg führen:
Die erste Möglichkeit besteht darin, ein erprobtes und erfolgversprechendes Geschäftsmodell zu finden und es mit so vielen Anreizen ausstatten, dass Menschen dort arbeiten wollen. Damit kann man erfolgreich sein. Die meisten Unternehmen werden so gegründet und betrieben.
Aber um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, gehst du den umgekehrten Weg: du beginnst mit dem ultimativen Anreiz – der Gelegenheit dafür bezahlt zu werden, tun zu können, was dich erfüllt, was dir einen echtes Gefühl von Bedeutsamkeit vermittelt, weil es mit deinem persönlichen Zweck der Existenz harmoniert. Und darauf wendest du dann das erfolgreichste Geschäftsmodell an, was es gibt.

Diktatur der Gutmenschen

»Gutmenschen haben kein Interesse daran, dass Menschen stark und unabhängig werden. Denn das bedeutet Machtverlust!« Als ich diesen Satz von Boris Grundl hörte, war mir klar, dass ich sein neuestes Buch lesen musste. Wahrscheinlich hätte ich es ohnehin gelesen, weil ich bis dato noch jedes Mal von seinen Themen und Inhalten positiv überrascht worden bin. Herr Grundl ist eine Persönlichkeit, die ihre Wirkung – auch darum geht es übrigens im Buch – auf andere aus eigener Leistung und absoluter Unabhängigkeit und Flexibilität heraus erzielt. Und aus angemessener Bescheidenheit. Niemals nimmt Boris Grundl für sich in Anspruch, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Immer macht er unmissverständlich klar, dass er über seine eigenen Erfahrungen und seine Wahrnehmemung spricht. Das gefällt mir, denn es lässt dem Zuhörer oder Leser die Freiheit, sich eine eigene Meinung zu den Inhalten zu bilden, ohne unter einen Anpassungsdruck zu geraten. Wie auf einem Büffet, bietet Grundl seine Einsichten an und lädt die Zuhörer und Leser ein, den Inhalt auf sich selbst wirken zu lassen. Freilich bedeutet es nicht, dass Grundl zu einem beliebigen „Nimm, was dir schmeckt und wirf alles in einen Topf. Es wird gut werden“ rät. Systematisches und ehrliches Befassen mit den Inhalten, getragen von dem Ziel, den Absender verstehen zu wollen, ist das, was Grundl empfiehlt. Auch das gefällt mir, denn nur so lassen sich Voreingenommenheit und Beliebigkeit am besten ausschliessen.
Diktatur der Gutmenschen ist erschienen im ECON-Verlag, Berlin, und kostet 19,95 €
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