Probleme mit der Quote? Big Five for Life!

Balance
Unternehmen mit einem Gleichgewicht an weiblichen und männlichen Beschäftigten, sind nach einer Studie der London Business School erfolgreicher und innovativer
Die Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft (und in der Politik) ist auch im 21. Jahrhundert in weiten Teilen Männersache. Nur 13,7 Prozent aller Vorstandsposten und Aufsichtsratsmandate sind in der EU derzeit von Frauen besetzt. In Deutschland sieht es bei genauerem Hinsehen besonders düster aus: Nur drei Prozent der Vorstandsposten sind mit Frauen besetzt (womit Deutschland das Schlusslicht der OECD-Statistik bildet). Auch unterhalb der Führungsebene hat sich der Unterschied in der Vergütung von Männern und Frauen gleicher Qualifikation trotz intensiver Debatte zwischen den Jahren 2000 und 2010 nur unwesentlich verringert. Noch immer verdienen Frauen rund ein Fünftel weniger als gleichqualifizierte männliche Kollegen. Trotzdem, oder gerade weil Wirtschaft und Politik weiterhin fest in Männerhand geführt werden, haben Vorschläge, in Deutschland den Anteil von Frauen in Top-Positionen mit einer gesetzlichen Quote zu regeln (wie es Norwegen vorgemacht hat), viel Kritik auf sich gezogen. Eine neue Studie will sogar Nachteile durch die Frauenquote für Norwegens Wirtschaft festgestellt haben. Zwar ist nicht überliefert, wie hoch der Frauenanteil in den Unternehmen von Thomas Derale gewesen ist. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass es dort ein Quotenproblem gegeben hätte: Das Big Five for Life Führungsprinzip führt zu einer ausgewogenen Besetzung der Positionen. Und nicht nur das.

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