Millionärs-Kinder und Kindermillionäre

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Deutschland und die angrenzenden Länder in Europa sind verhältnismässig arm an Bodenschätzen, gemessen am Reichtum an Öl, Gas und seltenen Erden, die sich in den Tiefen Sibiriens, Afrikas oder Australiens befinden. Volkswirtschaftlich wird daher argumentiert, dass unser Lebensstandard stark davon abhängt, wie es uns gelingt, die Schätze in den Köpfen unserer Kinder zu nutzen. Deutsch gilt als Sprache der Dichter und Denker, und auch Ingenierskunst oder Erfindergeist sind spezifisch deutsche Begriffe die auf den Zusammenhang zwischen intellektuellem Vermögen und wirtschaftlicher Potenz hinweisen. Umgekehrt gibt es im Politischen die Debatte um Chancengleichheit, wonach Bildungschancen in hohem Maß von der sozioökonomischen Stellung und Bildungsgrat des Elternhauses abhängen. Millionärskinder hätten es leichter als Kinder aus ärmeren Familien. Interessante Forschungen zeigen, dass dies so nicht stimmt. Nicht Millionärskinder haben bessere Chancen, sondern Kinder-Millionäre!

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Eine Petition an das Universum

»Nichts geschieht ohne Grund« Ma Ma Gombe

Ein Film, über den in diesen Tagen viel geredet und geschrieben wird, ist »Eat, Pray, Love« mit Julia Roberts in der Hauptrolle. Zwar drehen sich die meisten Rezensionen mehr um die Pretty Woman und die Frage ob ihr Comeback auf die Leinwand gelungen ist, als um den Inhalt und die literarische Vorlage. Und tatsächlich ist es spürbar, dass viele Rezensenten des Films den autobiografischen Roman von Elisabeth Gilbert nicht gelesen haben können, sonst wäre ihre Kritik differenzierter ausgefallen. Doch lohnt es sich auch über das Buch zu reden und wie es Eingang in den Film gefunden hat. Und ohne den Film als solches abzuwerten, habe ich doch festgestellt, dass das Buch von einer tiefen Spiritualität durchdrungen ist, die im Film so nicht spürbar, fast ein wenig karikiert wird. Aber vielleicht stammt meine diesbezügliche Empfindung auch daher, dass ich nicht nur das Buch zeitlich vor dem Film, sondern auch noch in Form einer Originallesung von Elizabeth Gilbert selbst genossen habe. Natürlich ein ganz anderes Erlebnis! Mit am meisten beeindruckt hat mich die Schilderung, wie die Ich-Erzählerin ihren „Rosenkrieg“ um die Scheidung von ihrem Mann gelöst hat, bevor sie überhaupt auf ihre Reise aufbrechen konnte: mit einer Petition ans Universum!
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