Bin hin und weg

»Bin am Meer« von Udo Schroeter
Kram! Einfach nur Kram! Das waren meine Gedanken, als ich das Buch »Bin am Meer« von Udo Schroeter fertig gelesen hatte. Doch bevor hier falsche Schlüsse gezogen werden: Kram ist nicht das, was ihr denkt. Kram ist dänisch. Und „Kram“ bedeutet in dieser angeblich unpoetischen Sprache – die ich leider nicht beherrsche – so viel wie „feste, herzliche Umarmung“. Ich hatte das Bedürfnis, einen alten Mann zu umarmen, der in einer Woche eine runde und ruhige Persönlichkeit aus Daniel gemacht hatte. Daniel wiederum war jemand, den ich nie getroffen hatte, der mir aber nur all zu vertraut war. Quasi mein Zwillingsbruder. Genau genommen war ich selbst Daniel gewesen. Vor ziemlich genau zehn Jahren. Mehr oder weniger erfolgreich im Job und kurz vor dem Burn Out. Oder sogar schon einen Schritt weiter.

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Wie gehe ich damit um?

Vor wenigen Tagen habe ich an dieser Stelle über die schwierige Wahl zwischen einem Leben auf dem Weg zur Erfüllung der eigenen Big Five und einem normalen Leben geschrieben. Damals ging es für mich darum, den Abschied von bis dato „selbstverständlichen“ beruflichen Zwängen zu vollziehen. Ich wollte einen Weg finden, mein Berufsleben in Einklang mit meinen Big Five zu bringen und benötigte ein paar kleinere Schubser, um das Tor im Bauzaun aufzustossen. Heute mache ich mein berufliches Geschäft nur noch mit Rücksicht auf eigene Prinzipien, ohne aus meinem Herzen eine Mördergrube zu machen. Doch immer noch gestaltet sich der konsequente Umstieg auf die Big Five und den PFE schwierig für mich. Jetzt betrifft es den Freundeskreis. Bin ich ein Egoist, wenn ich meinen Zweck der Existenz leben möchte?
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