Schimpfe nicht über die Dunkelheit

»Schimpfe nicht über die Dunkelheit - entzünde eine Kerze!«
Dieses alte chinesische Sprichwort hat es in sich. Es erinnert uns daran, dass wir die Wahl haben: ist das Glas halb voll, oder ist es halb leer. Mehr noch: wir tragen Mit-Verantwortung für die Welt, in der wir leben. Richten wir den Fokus auf das Negative, ist es das, wohin die Energie fliesst. Wirken wir jedoch selbst positiv, auch wenn es „nur“ ein scheinbar kleiner Beitrag sein sollte, stärken wir das, was positiv ist. Wir sind damit, was Gandhi den Unterschied nannte, den wir in der Welt sehen wollen.
Das Sprichwort ist oft, manchmal leicht abgewandelt, öffentlich hervorgehoben worden. John F. Kennedy sprach 1960 in seiner Ansprache nach der Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten von der Aufgabe, Kerzen zu entzünden, anstatt über das Dunkle zu lamentieren.
20120829-001505.jpgUnd der Gründer von Amnesty International, Peter Benenson, hat ebenfalls schon 1961 darauf Bezug genommen. Bis heute ziert das von der britischen Künstlerin Diana Redhouse entworfene Logo von ai eine Kerze umhüllt von Stacheldraht.

Fellow Traveler

Indianische Weisheit
»Geh nicht hinter mir, vielleicht führe ich nicht. Geh nicht vor mir, denn ich könnte nicht folgen. Geh neben mir, damit wir eins sind.« Indianische Weisheit
Alles hängt mit allem zusammen. Niemand ist immer in Führung, und niemand wird stets geführt. Jeder Mensch hat eigene Stärken und Schwächen. In Verbindung mit anderen verstärken wir unsere Kräfte und kompensieren unsere Defizite. Eine uralte Weisheit, ausgedrückt in diesem Sprichwort der Ute-Indianer aus Nordamerika, die dem US-Bundesstaat Utah seinen Namen gaben. Auch sie betrachteten sich als Fellow Traveler, als „Mitreisende“ auf der Safari des Lebens.

Jeder Tag ist ein Museumstag

»Das Gestern ist nichts als ein Traum, Morgen ist nur eine Vision, aber das Heute richtig gelebt macht aus jedem Gestern einen Traum von Glück und aus jedem Morgen eine Vision der Hoffnung. Sei daher achtsam mit diesem Tag!« Indianisches Sprichwort
»Ist heute ein guter Museumstag?« Mit dieser Frage hinterlässt Thomas Derale einen Eindruck bei Joe, der sein Leben verändert. Bis dahin hat sich Joe wie viele andere Menschen eingereiht in die Phalanx derjenigen, die sich Montags früh wünschen, es wäre bereits Freitag Nachmittag, um ihr Wochenende „zu geniessen“. Was sie nicht bedenken: sie sind bereit, fünf Siebtel ihrer Zeit zu verschenken, weil sie sich nicht vorstellen können, dass es möglich ist, auch ihr Arbeitsleben mit erfüllenden Tätigkeiten zu gestalten. Arbeit ist lästige Pflicht für sie, der sie sich – wenn sie könnten – lieber entledigen.

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