It's the Economy, Stupid!

Samstags gehört Vati mir. Dieser Satz ist Slogan einer Kampagne der Gewerkschaftsbewegung für die Fünf-Tage-Woche gewesen. Sie stammt aus einer Zeit, in der es üblich war, sechs von sieben Wochentagen als Werktage zu nutzen. Arbeitgeber verlangten, dass Mitarbeiter ihre Arbeitskraft auch am Sonnabend in den Dienst der Firma stellten. Das Wirtschaftswunder und Entwicklungen in anderen Ländern veranlassten die Arbeitnehmervertreter dazu, mehr Freizeit für die Beschäftigten zu fordern. Der Rest ist Geschichte: die 40-Stunden-Woche wurde eingeführt und mit ihr die 5-Tage-Woche. Als Kind der 60er bin ich Nutzniesser dieser Entwicklung und habe mein Wochenende stets Freitags eingeläutet. Zur Samstags-Routine gehört traditionell ein Wochenmarktbesuch mit meinen Kindern.

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Für Heinrich

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Ich lebe in einem Dorf auf dem Land. Anonymität gibt es nicht. Jeder kennt jeden. Ich betrachte das als großen Vorteil. Auch wenn es manchmal Herausforderungen mit sich bringt, wenn einige Menschen meine Motive nicht verstehen. Dann kommt es vor, dass mich meine Tochter am Mittagstisch fragt, warum „die Mama von Lieschen Müller“ sagt, ich sei ein „Menschenfänger.“
Das kann im ersten Moment unangenehm sein. Zum Beispiel, wenn Lieschen Müller meint, das „Menschenfänger“ etwas negatives und meine Tochter deswegen rechtfertigungspflichtig sei.
Warum mute ich meinen Kindern das zu? Mute ich ihnen überhaupt etwas zu? Weiterlesen „Für Heinrich“