Gesundheit erhalten? Nur mit besserer Information!

Das Blog Ohfamoos hat heute auf Facebook eine Meldung gepostet und mich zu einem Kommentar eingeladen, weil die Herausgeber wissen, wie sehr mich das Thema Gesundheit umtreibt. Es ging um eine Meldung zum Gesundheitsreport einer Versicherung, aufgehängt an einem Interview mit dem wissenschaftlichen Leiter einer Studie, die sich mit dem Gesundheitszustand der Deutschen systematisch auseinandersetzt. Hier mein Kommentar dazu:

Gesundheit zu erhalten ist ohne Information nicht leicht. Information muss jedoch eingeordnet werden. Hier liegt ein Problem unserer heutigen Gesellschaft: die Informationen sind widersprüchlich und somit für Laien kaum zu differenzieren. Vereinfacht formuliert ist es für wachstumsstarke und werbeintensive Industrien (Prof. Froböse nimmt auch Bezug auf die zwiespältige Rolle “der Industrie”) leichter, die Nachrichtenlage in ihrem Sinne zu beeinflussen. Direkt werden Verbraucher mit Marketingbotschaften zu ungesundem Verhalten animiert, indirekt werden Warner und Mahner aus der Wissenschaft und Praxis mittels vermeintlicher Experten konterkariert. Es wird eine widersprüchliche Nachrichtenlage bewusst erzeugt. Die Zucker-Industrie ist dabei inflagranti ertappt worden. Tabak ebenfalls. Andere Branchen sind – so ist zu befürchten – in ähnlicher Weise aktiv. Über allem wird auf regulatorischer Ebene intensiv Lobbyarbeit betrieben, um kurzfristige wirtschaftliche Interessen zu schützen. Die langfristigen volkswirtschaftlichen Risiken – gerade auch für die Sozialversicherungssysteme, aber auch generell – spielen für diese Partikularinteressen keine Rolle. Aber sie werden ähnlich wie der Klimawandel immer schwieriger beherrschbar, je länger die Konsummentalität anhält.

Stress wurde in der Studie erwähnt, Regenerationsfähigkeit auch. Beides ist unmittelbar abhängig von Umweltfaktoren. Auch “harmlose” Chemikalien sind eine Form von Stress und für nachhaltige Gesundheit von großer, leider unterschätzter Bedeutung: zwar sind die Chemikalien, die wir in der Ernährung (als Zusatzstoffe zugelassen ca. 3.000) und in der Produktion (etwa 80.000 zugelassene Substanzen) verwenden dürfen, einer “Unbedenklichkeitsprüfung” unterzogen worden. Die ist jedoch immer nur auf die einzelne Substanz bezogen untersucht worden. Das Halifax-Projekt zeigt aber, dass die Kombinationen mehrerer Substanzen bereits in geringer Konzentration dramatische negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Über diese Umstände ist der Verbraucher nur sehr unzureichend informiert. Wie soll er oder sie dann auf den Feldern Ernährung, Kleidung, Wohnen (allesamt Bereiche, die im unmittelbaren Einflussbereich von Verbrauchern liegen) verantwortliche und gesundheitsfördernde Entscheidungen treffen?

Erfolg ist … ohfamoos!

Vor wenigen Tagen hat mich eine sehr gute Freundin und Kollegin zu einem Gastbeitrag in ihrem Blog ohfamoos eingeladen. Ich bin dieser Einladung mit Freude gefolgt, weil es um das Thema Was ist Erfolg ging. Als Leser meines Blogs wisst ihr, dass mich die Beschäftigung mit dem, was wirklich zählt, fasziniert. Man kann es Big Five for Life Konzept nennen, oder Start with Why, wie Simon Sinek. Manchmal sind es fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen (Bronnie Ware), oder es ist die Frage, wie du dein Leben bewertest (Clayton Christensen). Im Kern geht es immer um die Frage: was ist Erfolg?

Bereits die Frage lädt ein zu Diskussionen, denn – klar – jeder Mensch hat eigene Vorstellungen davon, was Erfolg ist. Mein ohfamoos-Beitrag hatte darüber hinaus einen besonders provokanten Titel erhalten: ich gönne Trump seinen Erfolg! Elke hatte meinen Text erhalten und für die Publikation vorbereitet. Dabei hat sie mir drei Varianten für einen Titel vorgeschlagen, darunter diesen mit dem Bezug auf Donald Trump. Weiterlesen „Erfolg ist … ohfamoos!“