Medicine Story

manitonquat
Medicine_Story
Manitonquat (Medicine Story)

Dieser Text ist ein Abschied. Und eine Verneigung vor einem Menschen, dem ich persönlich nie begegnet bin – leider. Und dennoch fühle ich mich Medicine Story sehr nahe. Meine Kollegin Birgit Konteh hat im vergangenen Jahr einen Online-Summit zum Thema „Being You“ veranstaltet. Dort hat sie in Gesprächen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten die Frage gestellt, die sich viele Menschen stellen, wenn sie sich mit der Entwicklung ihrer Persönlichkeit beschäftigen: „Was brauchst Du, um ganz Du selbst zu sein?“ Manitonquat, so sein indianischer Name, gehörte mit seiner Frau Ellika auch zu den Interviewten. Birgit führte das Gespräch in Englischer Sprache und bat mich um die Transkription und Übersetzung des Inhalts.

Auf diese Weise bin ich dem Menschen Manitonquat sehr nahe gekommen. Heute erhielt ich die Nachricht, dass Manitonquat, Medicine Story, wie ihn jeder nennt, seine letzte Reise angetreten hat. „Der Tod klopft an“, so formulierte es die Mutter seiner Söhne in einem Facebook-Post. Ich bete für eine sanfte Reise für Manitionquat. Und ich danke Birgit, dass Sie der Veröffentlichung meiner Übersetzung des Gespräches aus dem Sommer 2017 zugestimmt hat. Auf diese Weise möchte ich beitragen, dass der Geist, den Story (und mit ihm Ellika) in diese Welt getragen hat, weiter zugänglich bleibt. Er hat mich sehr beeindruckt und ich danke für die Begegnung!

Hier nun der Wortlaut des Interviews: Weiterlesen „Medicine Story“

Fußball und Erfolg

Simplicity
Erfolg ist das Ergebnis, wenn komplexe Zusammenhänge einfach gelingen. Dafür müssen die Bedingungen stimmen.

Fußball…

  • ist unser Leben
  • (die schönste) Nebensache (der Welt)
  • ein knallhartes Business

Irgendwo auf der Skala dieser (nicht vollständigen) Liste ordnen sich wahrscheinlich die meisten Leser dieser Zeilen ein. Ich selbst finde den Sport manchmal unterhaltsam, das Zusammenspiel unterschiedlicher Charaktere auf und um den Platz dagegen oft interessant. Mein letzter Post hier beschäftigte sich ja auch mit dem Umgang, den wir als Gesellschaft mit einer sportlichen Niederlage pflegen, bzw. mit Verantwortlichen.

Heute hat mich ein Blogbeitrag über vermeintliche Motive von Philipp Lahm zu einem Kommentar veranlasst, den ich hier leicht redigiert wiedergeben möchte, weil er beschreibt, wie komplex Zusammenhänge sind, die den Erfolg von Teams mitbedingen. Weiterlesen „Fußball und Erfolg“

Vertrauen!

Nicht einmal vier Jahre … Erschrocken bin ich. Wie kurz doch das Gedächtnis reicht. Wie wenig Verständnis wir als Land im Moment aufbringen, der dem 1:7 Brasiliens sehr nahe kommt. Wie hart das Urteil der Kritiker. Wie viele Hellseher es schon kommen sahen.

Haben wir vergessen, dass es mehr braucht als Talent, um siegreich zu sein? Es braucht Glück, es braucht ein Gefühl des Vertrauens. Wo war das Vertrauen in den Wochen der WM. Vertrauen heißt nicht: vertrauen, dass der Sieg kommt. Er kommt mit einer Wahrscheinlichkeit, die nicht höher ist als 50 Prozent. Und er kann nicht jedes Mal kommen.

Vertrauen ist das Gefühl, welches wir unserem Team schenken (!) und welches ihnen signalisiert, dass es UNSER TEAM ist! Was auch immer kommt! Vertrauen ist eine Grundbedingung für Erfolg. Auch für eine erfolgreiche Titelverteidigung! Weiterlesen „Vertrauen!“