Klimaschutz – Was bewegt F4F-Aktivisten ?

Radiomachen gehört seit geraumer Zeit zu meinen Leidenschaften. Im Bürgerfunk auf OS-Radio 104,8 geben die Kollegin Heide Jenzen, die Kollegen Siggi Ober-Grefenkämper und Günter Ortland, sowie ich seit einem Jahr das Magazin Querbeet heraus.

Weil das Thema Klimaschutz seither viele Menschen bewegt (so oder so) haben wir nun Osnabrücker Aktive von Fridays4Future, Scientists4Future und Parents4Future ins Studio eingeladen und sie zu ihren Motiven befragt. Es hat uns auch interessiert, wie sie mit Kritik umgehen. Hört selbst.

Mitschnitt der Sendung Querbeet vom 15. Oktober 2019 auf OS-Radio 104,8

Facebook – ich gehe!

Eine Entscheidung des Berliner Landgerichtes zu einem Antrag der Grünen-Politikerin Renate Künast erregt derzeit die Gemüter. Viele echauffieren sich über die Richter. Dabei ist das Problem viel größer – und es fordert uns alle dazu auf, Position zu beziehen. Ist es uns egal, ob jemand schwer beleidigt und menschenunwürdige Bezeichnungen hinnehmen muss? Mir ist es nicht egal. Deswegen verlasse ich Facebook. In diesem Beitrag erläutere ich meine Beweggründe ausführlich. Danke für das Teilen dieses Beitrags!

Zum Hintergrund: Weiterlesen „Facebook – ich gehe!“

Perfekt ist perfekt. Aber mehr nicht!

In einem Diskussionsforum, dem ich angehöre, äusserte ein Teilnehmer diese Zweifel:

»Frage zum Satz: „Ich bin nicht perfekt und das ist gut so!“

Ich kann diesen Satz nicht mit Überzeugung aussprechen. Könnt ihr mir sagen, wieso das gut so ist?

Das einzige, was ich an dem Satz gut finde, ist, dass es den Druck rausnimmt im ständigen Anstrengen, besser zu werden.

Wenn wir perfekt wären, dann wären wir glücklich und würden andere glücklich machen. Keiner würde mehr andere beleidigen, stehlen, Kriege führen, wir würden mit unserem Planeten besser umgehen etc. Wieso ist es also gut, nicht perfekt zu sein?«

Mir fiel dazu ein, dass ich bereits 2011 in anderem Zusammenhang die zwiespältige Umdeutung des Begriffes „Perfektion“ thematisiert hatte. Ich habe daraufhin diese Antwort in das Forum gepostet und gebe sie hier noch einmal wieder, weil es offensichtlich vielen so geht, dass sie Perfektion in einer Weise interpretieren, die fast zwangsläufig zu Problemen führt. Ich schrieb dem Fragesteller dies:

»Du haderst mit der Aussage, dass etwas gut sein soll, was nicht perfekt ist. Du hast recht. Das ist ein Widerspruch, und kommunikativ können wir den so nicht auflösen. Watzlawick hat gesagt, man kann nicht nicht denken. Und daher ist die Verneinung von etwas Positivem kognitiv extrem problematisch.

Mein Vorschlag, bzw. mein Appell: schauen wir doch mal lieber darauf, was wir hier an sprachlicher Tradition uns angewöhnt haben, ohne dass es dafür eine Grundlage gibt.

Wir setzten PEFEKT mit FEHLERLOS gleich. Aber perfekt bedeutet eben gerade nicht fehlerlos. Sondern es bedeutet „fertig“. Und fertig ist gut. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es… und wenn es fertig ist, ist es gut. Egal wie es noch hätte verbessert werden können in einer idealen Welt. Es ist fertig, und wenn ich ehrlich sagen kann, dass ich mein Bestes gegeben habe, um es fertig zu machen, dann ist es gut! Punkt. Dann darf ich mich dafür anerkennen!

Ich bin auch gut und fertig. Ich bin wie ich bin. Und das ist gut so. Heisst nicht: ich habe kein Potenzial für Wachstum. Es heisst nur: Mache Frieden mit dem was war, schau wohin du willst, und gib dein Bestes auf dem Weg dorthin. Und wenn du es gemacht hast, ist es perfekt!«