28484 Tage – Big Five for Life, der Tod und das Leben

AbschiedDer Tod ist ein Thema, welches in unserer Gesellschaft ziemlich an der Rand gedrückt wird. Über den Tod spricht man nicht gerne. Dass eine Tabuisierung des Todes problematisch sein kann, wird vielfach nicht gesehen. In diesem Blog habe in an verschiedenen Stellen über das Thema geschrieben. Selten war der Anlass ein so persönlicher, wie jener für den heutigen Beitrag: mein Vater ist gestorben.
Natürlich ist es ein schockierender Schmerz, wenn die Nachricht kommt, die man eingedenk der vielen schönen miteinander verbachten Momente eigentlich nie erhalten möchte. Bei mir war das nicht anders. Bitte nicht, habe ich gedacht, als der Anruf meiner Mutter kam. Doch es war so. Mein Vater lebt nicht mehr. Weiterlesen „28484 Tage – Big Five for Life, der Tod und das Leben“

Löwenzahn

Der Löwenzahn schmückt das Cover der Originalausgabe von Bronnie Wares Buch. Es ist ein Buch, was dazu ermuntert, die Prioritäten auf die Erfüllung der großen Lebensziele zu richten.

Welche Assoziation ruft Löwenzahn hervor? Für mich bedeutet die gelbe Blüte auf ihrem langen hohlen Stil vor allem eines: Neugier. Wissensdurst und Lebenskraft sind weitere Eigenschaften, die ich mit dem Löwenzahn verbinde. Das liegt wohl an Peter Lustig und seiner Kindersendung gleichen Namens, die seit Kindertagen (und erst recht seit der Elternzeit) die Sonntag-Vormittage verkürzen. Um so mehr war meine Neugier geweckt, als ich das Cover eines Buches von Bronnie Ware entdeckte. Und der Titel versprach nicht minder Spannung: The Top Five Regrets of the Dying, zu deutsch „die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern.“ Wie sich herausstellen sollte, handelt es sich um ein aussergewöhnlich bewegendes und anregendes Buch, das hoffentlich bald auch in deutscher Sprache verfügbar sein wird.

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Für Heinrich

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Ich lebe in einem Dorf auf dem Land. Anonymität gibt es nicht. Jeder kennt jeden. Ich betrachte das als großen Vorteil. Auch wenn es manchmal Herausforderungen mit sich bringt, wenn einige Menschen meine Motive nicht verstehen. Dann kommt es vor, dass mich meine Tochter am Mittagstisch fragt, warum „die Mama von Lieschen Müller“ sagt, ich sei ein „Menschenfänger.“
Das kann im ersten Moment unangenehm sein. Zum Beispiel, wenn Lieschen Müller meint, das „Menschenfänger“ etwas negatives und meine Tochter deswegen rechtfertigungspflichtig sei.
Warum mute ich meinen Kindern das zu? Mute ich ihnen überhaupt etwas zu? Weiterlesen „Für Heinrich“