Motorhome – a snail‘s journey

Gartenarbeit ist eine gesunde Aktivität, weil sie nicht nur an der frischen Luft erfolgt, sondern eine Beziehung zu „Mutter Erde“ herstellt.

Bei meiner Beschäftigung im Garten kam mir eine winzige Schnecke in die Finger. Nach kurzer Zeit des Abtastens mit ihren Fühlern schien das Tier ein Grundvertrauen zu ihrer Umgebung und zu mir zu entwickeln. Sie machte sich auf die Reise, wahrscheinlich auf der Suche nach ihrer gewohnten Umgebung: schattige, aber feucht-warme Bedingungen liebt die Schnecke.

Nach der kurzen Aufnahme habe ich sie auf ein schattiges Blatt gesetzt. Es schien mir, als sei das ganz nach ihrem Geschmack…

Mein Revier!

Eine Begnung mit der Natur heute früh habe ich als Video festgehalten und möchte sie an dieser Stelle teilen. Auf meiner täglichen Runde mit dem Hund (auf befestigten Wegen, Hund angeleint) schallten uns Rufe entgegen, die wir nicht oft hören. Es waren, wie sich später durch fachkundigen Hinweis einer guten Freundin herausstellte, Warnlaute. Ein Rehbock stieß sie aus. Ich hielt sie in erster Ergriffenheit für Brunftlaute, was sie nicht sind.

Das Tier warnt seine Umgebung und Artgenossen auf diese Weise vor (möglicher) Gefahr. Es stand lange, beobachtete mich und zog damit Aufmerksamkeit auf sich. Gut möglich, dass andere Tiere diese nutzen sollten, um still zu flüchten.

Dass mir dieses natürliche Verhalten kaum noch begegnet (und dann auch zuerst mißvestanden wird), ist Ausdruck der Entfremdung, die sich in unserer Zeit zwischen Mensch und Natur vollzieht. Dass es mir begegnet, ist gleichwohl ein Anlass zur Freude und zu demütigem Innehalten.

Wir sind nicht alleine auf dieser Welt. Und ohne Achtsamkeit und Rücksichtnahme wird es auch nicht mehr die Welt sein, ohne die wir nicht leben können.