It's the Economy, Stupid!

Samstags gehört Vati mir. Dieser Satz ist Slogan einer Kampagne der Gewerkschaftsbewegung für die Fünf-Tage-Woche gewesen. Sie stammt aus einer Zeit, in der es üblich war, sechs von sieben Wochentagen als Werktage zu nutzen. Arbeitgeber verlangten, dass Mitarbeiter ihre Arbeitskraft auch am Sonnabend in den Dienst der Firma stellten. Das Wirtschaftswunder und Entwicklungen in anderen Ländern veranlassten die Arbeitnehmervertreter dazu, mehr Freizeit für die Beschäftigten zu fordern. Der Rest ist Geschichte: die 40-Stunden-Woche wurde eingeführt und mit ihr die 5-Tage-Woche. Als Kind der 60er bin ich Nutzniesser dieser Entwicklung und habe mein Wochenende stets Freitags eingeläutet. Zur Samstags-Routine gehört traditionell ein Wochenmarktbesuch mit meinen Kindern.

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Von der Lust, auf dieser Welt zu leben

Was ist Realität? Beim Lesen und überarbeiten der Übersetzung des 17. Kapitels von Life Safari stosse ich heute nochmals auf die Unterhaltung von Jack mit Ma Ma Gombe, die sich um genau diese Frage dreht. Jack ist sehr nachdenklich und schweigsam, obwohl er gerade zuvor erneut die faszinierende Schönheit und Würde der Natur erlebt hat, die sich ihm in Gestalt majestätischer Nashörner und anderer Tiere offenbart hat. Als Gombe ihn anspricht, gesteht Jack seine Verzweiflung. Er hat seinen Traum gelebt, kann sich inzwischen aber nicht mehr vorstellen, wie er sich in seine Realität einfinden soll, wenn die Wanderung mit Ma Ma Gombe irgendwann beendet sein wird. Und wer kennt das Gefühl nicht: Schon ein Buch, ein Bild oder eine Idee kann diese Sehnsucht in uns entfachen – und tiefe Depression auslösen. Alles nur ein Traum! Die Wirklichkeit sieht anders aus, komm‘ wieder runter auf den Boden der Tatsachen! So oder ähnlich schlagen wir uns unsere Träume aus dem Kopf und arrangieren uns mit der nackten Wahrheit. Mit der ungeschminkten Realität. Abgesehen davon, dass das Problem vor allem darauf hinweist, dass wir die Mad-How-Disease noch nicht überwunden haben, wenn wir uns mit dem „Wie soll das bloß gehen?“ quälen, lohnt es sich, die Eingangsfrage noch einmal zu beleuchten: Was ist Realität?
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Es ist die Hefe, die den Kuchen wachsen lässt!

Unabhängig vom eigenen Beruf hat sicher jeder schon einmal erlebt, wie schwer sich Menschen tun, im eigenen Umfeld Geschäfte zu machen. Ganz extrem ist dies in der Branche Network-Marketing, wo das Standard-Argument lautet:

„Nein, ich kann doch nicht an meinen Freunden verdienen“.

Doch auch in der klassischen Wirtschaft „Over the Counter“ sind die Vorbehalte gegen „Gewinne“ im Freundeskreis weit verbreitet. Egal ob beim Versicherungsmakler, Autohändler oder Gemüsebauer. Überall schwingt beim Verkauf im Freundeskreis die Erwartung mit, der Verkäufer möge seinen Gewinn teilen und in Form eines Nachlasses an den „Freund“ weitergeben. Ist doch menschlich, oder?

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